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Felix und die Drückjagd an der Mosel

Lest hier die total gute Reportage über zwei aufregende Jagdtage, bei der einige Wildschweine erlegt wurden. Geschrieben von Felix E. aus Hürth, dem RW-junior-Reporter im Mai 2017

Letztes Jahr  waren mein Vater und ich am 05. und 06. November zu einer Drückjagd an der Mosel eingeladen.  Am ersten Jagd-Tag trafen wir uns morgens um halb zehn an der Jagdhütte des Reviereigentümers. Zuerst sollte das Waldstück des Revieres bejagt werden.

 

Als wir gegen halb elf am Drückjagdbock ankamen lief eine Ricke an uns vorbei. Wir hatten uns gerade auf dem Bock eingerichtet, da kam eine dicke Bache angelaufen. Diese durften wir nicht schießen, weil nur Sauen bis fünfzig Kilogramm frei waren.

 

Gegen elf Uhr sahen wir am Ende einer Anhebung zwei Stück Muffelwild. Wir schauten sie uns an, als ich ein Knacken hinter uns hörte. Ich tippte meinen Vater an und er drehte sich um. Er sagte mir dass ich schnell den Gehörschutz überziehen soll. Dann legte er das Gewehr an, schaute durch das Zielfernrohr, zielte, und schoss. Das Wildschwein lag im Knall. Wir freuten uns beide und ich sagte ihm Waidmannsheil.

 

Bis Ende des Treibens sahen wir nichts mehr. Gegen vierzehn Uhr verließen wir unseren Stand und gingen zur Sau. Wir zogen das Stück mit einem Jagdfreund einen Hang hinauf zum Wegrand. Dort wurde es später abgeholt. Als wir ins Auto einstiegen, sahen wir an dem Bock, auf dem wir gesessen hatten, eine Bache mit einem Frischling. Das war auch nochmal aufregend.

 

Wir fuhren zum Sammelplatz und warteten bis das Wild eintraf. In der Zeit in der wir warteten gab es Mittagessen. Es gab Brötchen mit Wildleberkäse. Während wir aßen traf das Wild ein und wurde auch sofort versorgt. Anschließend wurde die Strecke verblasen und vom Metzger abgeholt.

 

Am Abend gab es dann ein leckeres Schüsseltreiben mit Wildfrikadellen. Der Abend war sehr lang und ich ging erst spät ins Bett. Morgens musste ich dann leider schon um sieben Uhr aufstehen, weil ich für die Schule lernen musste. Ich musste in der darauffolgenden Woche zwei Tests und eine Arbeit schreiben. Um acht Uhr gab es in der Pension in der wir geschlafen hatten Frühstück. Nach dem Frühstück zogen wir uns um, und fuhren zum Sammelplatz.

 

Am zweiten Tag wurde in den Feldern und im Weinberg gejagt. Dort trafen wir uns um viertel nach neun. Erst wurden wir begrüßt und dann ging es los. Wir wurden auf Wagen aufgeteilt und zu unseren Ständen gebracht. Zehn Minuten nach dem Anstellen ging es dann los, es war zehn Uhr. Zuerst sahen wir weit weg schon ein „fliegendes“ Reh. Knapp fünf Minuten später kam noch ein Fuchs genau denselben Wechsel entlang. Da es aber keinen Kugelfang gab, hat mein Vater nicht geschossen.

 

Der Fuchs war gerade im Gebüsch verschwunden, da kamen ein Frischling und eine Bache von unten aus dem Weinberg. Der Frischling lief etwas hinter der Bache. So dass mein Vater ihm einen sicheren Schuss machen konnte. Das Stück fiel mit einem Blattschuss um. Kaum hatte mein Vater gesichert kam eine Rotte von fünf Sauen. Darunter waren zwei Bachen zwei Überläuferkeiler und ein Frischling.

 

Mein Vater legte an zielte und schoss. Er schoss den Frischling. Der Schwarzkittel war sofort tot. Die Hunde kamen angelaufen und zerrten an ihm. Kurz vor Ende lief noch eine dicke Bache an uns vorbei, die wir nicht schießen konnten, weil wieder nur Sauen bis fünfzig Kilogramm frei waren.

 

Um dreizehn Uhr war das Treiben vorbei. Ein Jagdfreund kam um die Stücke abzuholen. Ich fuhr noch mit ihm mit, um noch andere Stücke Wild zu holen. Als wir fertig damit waren, wurde die Strecke gelegt und wir fuhren dann zu einer Kneipe, wo sich alle Jäger zum essen versammelt hatten.

 

Ich aß ein Jägerschnitzel mit Pommes und Salat. Leider mussten mein Vater und ich früher fahren, da wir zwei Stunden bis nach Hause fahren mussten und ich noch für den Test, den ich am Montag danach schrieb, lernen musste. Es war ein sehr aufregendes Wochenende und ich freue mich schon auf die nächsten Drückjagden.


Martha ist der 1. RWJunior-Reporter des Jahres 2017

Hallo! Mein Name ist Martha Wübben und ich bin 9 Jahre alt. Ich gehe oft mit meinem Papa zur Jagd. Neulich wollten wir im Revier von meinem Onkel Wildschweine fotografieren. Bei den ersten Bildern vom Hochsitz waren wir viel zu weit weg und man konnte die Wildschweine kaum erkennen. Am nächsten Abend haben wir dann die Kamera auf ein Stativ gestellt und davor etwas Mais verteilt. Die Fotos wollte ich dann mit meiner Fernsteuerung machen. Tatsächlich kamen dann auch Frischlinge aus dem Wald, aber die Bache hat sofort die Kamera gesehen und alle sind geflüchtet. Am dritten Tag haben wir die Kamera dann in einem Gebüsch versteckt und haben davor noch viele Äste und Zweige in den Boden gesteckt, so dass man die Kamera nicht mehr sehen konnte. Diesmal mussten wir über drei Stunden warten, aber die Frischlinge kamen vor die Kamera und wir hatten endlich unsere Fotos. Eure Martha.


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